Das Odeon des Herodes Attikus
Der südliche Abhang der Akropolis ist hauptsächlich der dramatischen Kunst gewidmet.

Herodes Attikus


Nach dem Odeon des Perikles und dem Odeon des Pausanias war es das dritte Gebäude mit dem Namen Odeon in Athen.
Herodes Attikus, der unendlich reiche Bankier und Freund des Kaisers Hadrian, liess das 5000 Sitze
enthaltende Theater aus dem Felsen hauen (161.n.Ch.), zum Gedächtnis seiner Gattin Regilla.

Fachmännisch restauriert, ist es ein prachtvoller Rahmen für die jährlichen Sommerfestspiele in Athen.
Die Kolonnade war die Spende eines früheren Wohltäters, des Königs Eumenes von Pergamon.
Ursprünglich als ein gedeckter Wandel-Gang für Philosophen gedacht, wurde sie später mit dem
Odeon verbunden und als Foyer verwendet.

In der Neuzeit war das Odeon trotz anderer vergleichbarer Theater (wie etwa das Theater auf dem Lykavittos) lange Zeit der beliebteste Veranstaltungsort. Hier traten u. a. Maria Callas und Mikis Theodorakis auf. Nana Mouskourigab hier nach 20 Jahren im Exil wieder ihr erstes Konzert, Yanni nahm hier sein Album Yanni Live at the Acropolis auf. Mittlerweile hat das Theater seine Rolle als wichtigste Bühne an den akustisch besseren „Saal der Musikfreunde“ im Megaro Mousikis abgegeben, wird aber im Sommer weiterhin vorgezogen, zumal es baulich offen ist.