Plaka - Die Altstadt
Einige winzige byzantinische Kirchlein sind im Plakabezirk versteckt, hauptsächlich bei den westlichen und nördlichen Abhängen der Akropolis; dieser Bezirk entspricht mehr oder weniger dem Umfang des elenden Dorfes, welches König Otto als seine Hauptstadt erwählte.
In 30 Jahren baute er die Stadt in dem nach ihm benannten Styl auf.
Die engen Strassen der Plaka haben noch ihre charakteristische Lokalfärbung und in der Nacht hallen sie von Guitarren-und Zupfgeigenmusik wider, da fast alle ein- und zweistöckigen Häuser nunmehr Nachtklubs, Tavernen und Bars für Touristen enthalten. Der Höhepunkt all dieser Fröhlichkeitund Lebenslust ist der Karnaval, den die Athener Nächte hindurch im Winter in diesem Jahrhunderte alten Stadtviertel feiern.

Der Stadtteil und seine Bausubstanz können auf eine Kontinuität bis in die Antike zurückblicken.
Viele Häuser haben Grundmauern aus der Antike, wenn auch die Fassaden zumeist aus dem 18. Jahrhundert stammen. Bis zur modernen Stadtplanung des frühen 19. Jahrhunderts bildete sie den Kern der Stadt Athen.
1840 lebten noch 19.000 Menschen in der Altstadt. Danach wandelte sich die Plaka zum Tavernenviertel, das in allen gesellschaftlichen Schichten gleich beliebt war.
Während der Junta-Zeit waren die Buat politisch-literarische Musiklokale, in denen Essen, Vergnügen und politische Kritik sich mischten, vereinzelt wurden diese auch deshalb von der Sicherheitspolizei geschlossen.
Nach dem Ende der Junta 1974 verloren diese zuvor wichtigen Lokale ihren Existenzgrund, und die Plaka wandelte sich zum Touristenviertel mit Souvenirläden und Lokalen mit griechischer Küche als Fastfood.

Plaka hatte eine beträchtliche arvanitische Gemeinde bis ins späte 19. Jahrhundert, weswegen sie auch als „arvanitisches Viertel Athens“ bezeichnet wurde.

Seit den 1990er Jahren begann ein Wiederaufleben des Stadtteils, viele alte Häuser wurden restauriert,
nahezu der ganze Stadtteil verkehrsberuhigt. Die Immobilienpreise reichen mittlerweile an die teuersten Athener Stadtteile heran.