Der Kaiser Justinian
baute ein befestigtes Kloster über einem zerstörten Tempel des Apollo, aber die Kirche der Himmelfahrt
mit ihren herrlichen Mosaiken wurde erst nach 500 Jahren hinzugefügt.

Kloster Daphni


Die fränkischen Herzöge luden Zisterziensermönche ein, sich dort als Hüter der Grabstätten niederzulassen.
Zwei Sarkophage mit fleur-de-lis stehen heute noch in den gothischen Kreuzgängen.
Als der letzte Herzog seine Tante vor dem Altar der Kirche erwürgte, besetzte Sultan Mohammed II Athen,
richtete den Herzog hin und wies die Mönche aus. Jahr hunderte später kehrten orthodoxe Mönche nach Daphni zurück
und verteidigten das Kloster während des Freiheits krieges.

In der Antike stand an der Stelle des Klosters vermutlich ein antikes Heiligtum des Gottes Apollon. Im 5. Jahrhundert wurde an diesem Ort eine frühchristliche Kirche erbaut, die um 1080 durch die heutige Anlage ersetzt wurde. 1206 wurde sie in der Folge des Vierten Kreuzzugs von Otto de la Roche, Großherr von Theben und Athen, dem Zisterzienserorden übergeben, genauer Mönchen des Klosters Bellevaux, das sein Urgroßvater in der Franche-Comté gegründet hatte. Dies war Teil des Vorhabens von Otto, ein lateinisches Kirchensystem in seiner Herrschaft einzuführen, ebenso wie sein Familienkloster.
Die Zisterzienser blieben bis 1458

Seit dem Beginn der türkischen Besetzung Athens 1458 war das Kloster wieder von orthodoxen Mönchen bewohnt, welche bis 1821 große Beiträge zum nationalen Befreiungskampf leisteten. Das Kloster Daphni verfiel jedoch und wurde 1821 noch unter osmanischer Verwaltung aufgelöst.

Im 19. Jahrhundert beherbergte die Anlage für kurze Zeit ein Sanatorium.


Die Klosteranlage wurde 1990 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.
1999 wurde sie bei einem Erdbeben schwer beschädigt und wird seitdem einer langwierigen Renovierung unterzogen. Seit dem 15. Oktober 2008 ist zumindest der Klosterhof wieder zugänglich.

Beim Kloster findet alljährlich im Herbst ein bei Touristen beliebtes Weinfest statt, wo der süße Mavrodafni verkostet werden kann.


Kloster Daphni
12461 Chaidari
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