Salamis
auch Koulouri ‚Kringel‘ – nach der Gestalt der Insel) ist eine Insel im Saronischen Golf, einem Seitenarm der Ägäis. Sie liegt nur zwei Kilometer entfernt von der Küste von Piräus, dem Hafen Athens und ist Teil der gleichnamigen Gemeinde der Region Attika.

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Die Gemeinde wurde bei der Verwaltungsreform 2010 aus den Gemeinden Salamina und Ambelakia gebildet, die 1997 aus der Fusion kleinerer Gemeinden entstanden waren.

Salamis ist bekannt durch die Seeschlacht von Salamis im Jahre 480 v. Chr., die Teil der Perserkriege war und in der die griechische Flotte des Themistokles die des persischen Königs Xerxes I. besiegte.

Auf Salamis liegt heute das Hauptquartier der Griechischen Militärflotte.

Salamis ist die größte Insel des Saronischen Golfs. Sie ist nahe der attischen Küste gelegen und trennt die Bucht von Eleusis fast vollständig vom Saronischen Golf ab. Die Küstenlänge beträgt 104 km, die Fläche der Insel 95 km²; der höchste Berg Mavrovouni ist 365 m hoch.

Die Insel ist felsig und bergig; südöstlich erhebt sich die Hochebene von Ginani. Im Süden ist sie mit Aleppo-Kiefern bewachsen und von häufigen Waldbränden gefährdet.

Die Insel Salamis ist Teil der gleichnamigen Gemeinde, seit mit der Verwaltungsreform 2010 die früheren Gemeinden Salamina im Westen und die im Osten unmittelbar gegenüber Piräus gelegene kleinere Gemeinde Ambelakia zur Gemeinde Salamis zusammengeschlossen wurden.

Die zuerst von Ägina besiedelte und später zu Megara gehörige Insel kam in der Folge des Kriegs zwischen Athen und Megara in der Zeit Solons um 600 v. Chr. zu Athen.

Berühmt gemacht hat die Insel die entscheidende Schlacht der Perserkriege, die Schlacht von Salamis am 27. oder 28. September 480 v. Chr., vor der die Bevölkerung Athens vor der Besetzung durch die Perser nach Salamis evakuiert worden war.

Zwar gibt es etwas Landwirtschaft, die Mehrzahl der Inselbewohner lebt jedoch von maritimen Tätigkeiten wie Fischfang, Fähren, Schiffbau oder pendelt nach Athen.

Industrie ist im Nordosten beim Hafen Paloukia, bei den Werften von Ambelakia und der Nordseite der Halbinsel Kynosoura konzentriert.

Die starke Industrialisierung des Gebietes hat sich negativ auf die natürliche Schönheit der Insel ausgewirkt.

Dennoch ist die Insel ein beliebtes Ausflugs- und Wochenendziel der Einwohner von Athen und Piräus. Die Bevölkerungszahl vervielfacht sich dann.

Die Insel verfügt über zahlreiche Restaurants, Ouzeria, Tavernen, Cafés und Bars. Der Dienstleistungssektor spielt daher eine erhebliche Rolle.

Fährhäfen:

Paloukia – Perama (Autofähre) Faneromeni – Megara (Autofähre)

Paloukia – Piraeus (Personenfähre) Selinia – Piraeus (Personenfähre)

Die Fähren fahren täglich.

Der Hafen Paloukia-Perama wird als einziger von Montag bis Sonntag alle 15 Minuten

bzw. nachts alle 60 Minuten befahren.

Die Fahrt dauert 15 Minuten.