
Lokale Behörden und Tourismusvertreter aus Skyros und Evia fordern die Regierung auf, eine klare und endgültige Entscheidung über den Betrieb von Wasserflugzeugen zu treffen, und warnen davor, dass sich durch die anhaltenden Verzögerungen bei der Erteilung von Gewerbelizenzen die regionale Anbindung und Entwicklung behindern.
In einem gemeinsamen Schreiben an die Minister für Infrastruktur und Verkehr sowie für maritime Angelegenheiten und Inselpolitik argumentieren der Bürgermeister von Skyros, Kyriakos Antonopoulos, die Präsidentin des Hotelierverbands von Euböa und Skyros, Anna Koutsoupi, und die Präsidentin des Hafenfonds von Skyros, Eleni Gavrili, dass die anhaltende Verzögerung bei der Genehmigung des kommerziellen Wasserflugzeugbetriebs zu einem „kritischen Hindernis” für die Verkehrsverbindungen der Insel geworden sei.
Den Unterzeichnern zufolge ist die Wasserflugzeugfrage „längst keine technische oder institutionelle Frage mehr”, sondern hat sich zu einer langwierigen Angelegenheit entwickelt, die Unsicherheit und Frustration bei den lokalen Gemeinden und Tourismusakteuren hervorruft.
Seit mehr als 20 Jahren, so stellen sie fest, sei das Thema Wasserflugzeuge immer wieder Gegenstand öffentlicher Debatten gewesen, begleitet von neuen Rechtsrahmen, Gesetzesänderungen und offiziellen Ankündigungen.
„Trotzdem”, so heißt es in dem Schreiben, „hat im Land noch keine nennenswerte kommerzielle Wasserflugzeugaktivität begonnen.”

Die Vertreter betonen, dass sie keine Konfrontation, sondern Klarheit suchen. „Wir sind nicht an Konflikten interessiert. Wir sind nur an einer Sache interessiert: einer klaren, offiziellen und endgültigen Entscheidung“, schreiben sie und fügen hinzu, dass weiteres Warten für die lokalen Behörden und den Tourismussektor inakzeptabel sei.
Der Brief unterstreicht die Bedeutung einer ersten Verbindung zwischen Evia, Skyros, den Sporaden und Volos und beschreibt diese als notwendigen Entwicklungshebel für die gesamte Region. Er fordert außerdem Verbindungen zu anderen Zielen in der Ägäis und auf dem Festland, die bereits über lizenzierte Wasserflugplätze oder Wasserlandeplätze verfügen.
Ein funktionierendes Wasserflugzeugnetzwerk, so argumentieren sie, könnte den regionalen Zusammenhalt stärken, den Tourismusverkehr erleichtern, die lokale Wirtschaft unterstützen, die Verkehrsdienste verbessern und Notfalltransporte optimieren.

Skyros wird als betriebsbereit beschrieben. Bereits im April 2014 startete der Skyros Port Fund die erste Ausschreibung Griechenlands für die Errichtung eines Hafens mit Wasserflugplatz durch einen privaten Betreiber, um den Aufbau eines nationalen Wasserflugzeugnetzes voranzutreiben. Die Insel verfügt nun über Lizenzen sowohl für einen Wasserflugplatz als auch für einen Wasserlandeplatz. Im Sommer 2025 fand im Hafen von Linaria eine Testlandung mit einem Wasserflugzeug statt.
Die Unterzeichner kommen zu dem Schluss, dass anhaltende Unentschlossenheit weitere verlorene Tourismussaisons riskiert und die Bemühungen zur Verbesserung der Anbindung von Insel- und Regionalzielen untergräbt.




