
Die folgenden Informationen stammen aus den Aktivitäten und Bemühungen der „Bürgerinitiative von Ägina“.
Drei Monate ohne sicheres Wasser
Die Realität auf Ägina lässt sich nicht beschönigen. Seit dem 16. Dezember 2025, nach dem Bruch der Unterwasserleitung der EYDAP, hat die Insel keine normale und sichere Wasserversorgung mehr. Seit fast drei Monaten haben die Einwohner keine garantierte Trinkwasserversorgung mehr und sind gezwungen, mit Brunnen und begrenzten Wassertransporten mit Tankwagen zu leben.
Die transportierten Mengen decken den Bedarf nicht. Der Alltag Tausender Bürger hat sich in einen ständigen Kampf verwandelt: Wasserflaschen zum Trinken und Kochen, Zweifel bei jeder Verwendung von Leitungswasser, zusätzliche finanzielle Kosten für jede Familie.
Das Wasser ist ungeeignet
Die Ergebnisse der Kontrollen der Gesundheitsaufsichtsbehörde der Region Attika sind eindeutig und dokumentiert.
Am 14. Januar wurden Proben an verschiedenen Stellen des Wasserversorgungsnetzes entnommen. Die Ergebnisse zeigten Überschreitungen der mikrobiologischen Parameter (Gesamtkolibakterien) in den meisten Proben, während an mehreren Stellen die Restchlorung unter den zulässigen Grenzwerten lag. Gleichzeitig wurden in allen Proben Überschreitungen der Grenzwerte für Chlorid und Leitfähigkeit festgestellt, was auf eine Verschlechterung der Wasserqualität hindeutet.
Auf der Grundlage dieser Ergebnisse weist die Behörde ausdrücklich darauf hin, dass das Wasser als potenziell unsicher gilt und nicht zum Trinken, zur Körperpflege oder zur Zubereitung von Lebensmitteln verwendet werden sollte.
Es handelt sich hierbei nicht um eine Einschätzung oder Gerüchte. Es handelt sich um eine offizielle administrative Feststellung.

Was wurde von der Gemeinde verlangt – und was geschieht in der Praxis?
Die Gesundheitsaufsichtsbehörde der Region Attika hat der Gemeinde Ägina nach den Ergebnissen der Analysen konkrete und verbindliche Anweisungen erteilt. Es wurde eine sofortige und umfassende Information der Bürger darüber gefordert, dass das Leitungswasser nicht zum Trinken und für den Hausgebrauch geeignet ist, eine organisierte Verteilung von abgefülltem Wasser an die Einwohner sowie die kontinuierliche Lieferung von geeignetem Trinkwasser mit Tankwagen, bis die Wasserversorgung vollständig und sicher wiederhergestellt ist.
In der Praxis bleibt die Lage jedoch problematisch. Die Insel wird weiterhin hauptsächlich aus Bohrungen versorgt, d. h. aus Quellen, die laut den Analysen selbst mikrobiologische und chemische Grenzwerte überschreiten. Das Wasser der EYDAP, das mit Wassertankern angeliefert wird, ist begrenzt und reicht nicht aus, um den gesamten täglichen Bedarf der Bevölkerung zu decken.
Das bedeutet, dass die alternative Versorgung das problematische Netz nicht ersetzt, sondern lediglich ergänzt. Es gibt keine stabile, ausreichende und flächendeckende Versorgung aller Einwohner mit sicherem Wasser. Daher sind die meisten gezwungen, ihren Bedarf selbst zu decken, indem sie auf eigene Kosten Wasser in Flaschen kaufen.

Versprechen zur Reparatur – aber das Problem besteht weiterhin
Die Reparatur der Leitung ist im Gange und laut dem stellvertretenden Regionalgouverneur der Inseln, Nikos Papageorgiou, wird die Wiederinbetriebnahme voraussichtlich innerhalb von 15 Tagen, spätestens bis zum 25. März 2026, erfolgen.
Die Arbeiten umfassen die Anbringung von achtzig Bolzen an der Leitung durch zehn Taucher, die jeweils 10-15 Minuten lang im Schichtbetrieb arbeiten, gefolgt von Tests und der Reinigung der Leitung durch die EYDAP, bevor die sichere Wasserversorgung aufgenommen werden kann.
Bis dahin haben die Einwohner täglich mit Problemen hinsichtlich der Wasserqualität, eingeschränktem Zugang zu sicherem Wasser und einem Rückgang der Besucherzahlen auf der Insel zu kämpfen, was sich negativ auf den Tourismus und die Gastronomie auswirkt.
Die Position von PAKOE
PAKOE betrachtet das Thema als eine Frage der öffentlichen Gesundheit von höchster Priorität. Wenn sowohl die offiziellen Analysen als auch die jüngsten Analysen, die PAKOE selbst am 21.02.2026 durchgeführt hat, mikrobiologische und chemische Überschreitungen zeigen und das Wasser für keinen Gebrauch sicher ist, gibt es keinen Raum für Verzögerungen oder beruhigende Verlautbarungen.
Wir fordern eine sofortige, ausreichende und sichere alternative Wasserversorgung, eine kontinuierliche Kontrolle und Veröffentlichung der Ergebnisse sowie eine endgültige Instandsetzung der Leitung ohne weitere Verzögerungen. Die Einwohner von Ägina fordern das Selbstverständliche: sauberes und sicheres Wasser in ihren Häusern.
Am Ende der Woche wird die PAKOE Sicherungsmaßnahmen zu diesem Thema einreichen, um die sofortige und sichere Wasserversorgung der Einwohner zu gewährleisten.
Original: VOM SEKRETARIAT DER PAKOE > > >




