Griechenland wird den Gemeinden 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Brandprävention und die Einsatzbereitschaft im Vorfeld der Waldbrandsaison 2026 zu stärken, wie das Innenministerium bekannt gab.

Die von Innenminister Thodoris Livanios genehmigten Mittel – eine Steigerung um 25 Prozent gegenüber 2024 – werden auf 332 Gemeinden verteilt, die insgesamt 47,5 Millionen Euro erhalten, während weitere 2,5 Millionen Euro an Gemeindeverbände gehen.

Die Mittel werden ausschließlich für Brandschutz- und Einsatzmaßnahmen verwendet, wobei der Schwerpunkt auf der Verringerung des Risikos von Waldbrandausbrüchen und deren Ausbreitung liegt.

Zu den Maßnahmen gehören die Rodung von Vegetation in Hochrisikogebieten wie Parks, Wäldchen und Campingplätzen sowie die Beseitigung brennbarer Materialien aus privaten und öffentlichen Bereichen.

Besonderes Augenmerk wird auf Gebiete an der Schnittstelle zwischen Wald und Stadt gelegt, wo von den Gemeinden erwartet wird, dass sie mit den Forstbehörden zusammenarbeiten, um gezielte Maßnahmen umzusetzen. Der Plan umfasst auch die Instandhaltung und Modernisierung des Waldwegenetzes, das als entscheidend für den Zugang der Feuerwehr gilt.

Die Mittel werden zudem Freiwilligengruppen, die Anschaffung von Ausrüstung wie Wassertankwagen und Kommunikationssystemen sowie Betriebskosten einschließlich Kraftstoff und Überstunden des Personals unterstützen. Darüber hinaus können die Gemeinden Fahrzeuge und Maschinen anmieten, um Notfälle zu bewältigen.

Durch die Aufstockung der Mittel will das Ministerium die Rolle der lokalen Behörden im Brandschutz stärken, wobei der Schwerpunkt auf der Prävention als entscheidendem Faktor zur Begrenzung der Auswirkungen von Waldbränden liegt.