Kasta-Grab

Das berühmte Kasta-Grab in Amphipolis soll voraussichtlich Anfang 2028 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, während die Restaurierungs- und Infrastrukturarbeiten an einer der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands weitergehen.

Bei einer Besichtigung des Denkmals in Nordgriechenland erklärte Kulturministerin Lina Mendoni, das Ziel sei die sichere und vollständige Freilegung des Denkmals. Die laufenden Arbeiten enthüllen das wahre Ausmaß der Stätte, darunter die gesamte 497 Meter lange Marmorumfriedung des Hügels, die nun erstmals freigelegt wurde.

Der aktuelle Zeitplan verschiebt die früheren Prognosen für eine Eröffnung im Jahr 2027 leicht nach hinten, da die Behörden die Restaurierungs- und Infrastrukturarbeiten für Besucher fortsetzen.

Kasta-Grab

„Das Kasta-Grab ist ein einzigartiges und monumentales mazedonisches Denkmal“, sagte Mendoni und fügte hinzu, dass es sich um den bislang größten in Mazedonien entdeckten Grabhügel handelt, dessen Durchmesser mehr als 140 Meter beträgt.

Das Restaurierungsprojekt wird durch regionale operationelle Programme für Zentralmakedonien im Rahmen der NSRF-Rahmenprogramme für 2014–2020 und 2021–2027 finanziert, wobei das Gesamtbudget voraussichtlich 15 Millionen Euro übersteigen wird.

Restaurierungsarbeiten und Besucherinfrastruktur schreiten voran

Kasta-Grab

Das Denkmal stammt aus dem späten 4. Jahrhundert v. Chr. und steht aufgrund seines Ausmaßes und der Qualität seiner Bauausführung in engem Zusammenhang mit der Epoche Alexanders des Großen.

Umfangreiche Restaurierungsarbeiten wurden bereits abgeschlossen, darunter die Wiederherstellung der ursprünglichen Geometrie des Hügels sowie bedeutender Abschnitte der südlichen Umfassungsmauer unter Verwendung antiker Marmorelemente. Derzeit laufen Arbeiten zur Verstärkung weiterer Teile der Umfriedung und zur Verbesserung des Entwässerungssystems der Stätte.

Im Inneren des Grabdenkmals haben die Konservierungsteams die Arbeiten zur strukturellen Sicherung und Restaurierung abgeschlossen, sodass der Innenraum nach der Entfernung älterer Stützvorrichtungen nun vollständig sichtbar ist. Zu den anstehenden Maßnahmen gehören die Anbringung der Marmortür des Grabes und die Restaurierung der Sphinxskulpturen am Eingang.

Gleichzeitig treiben die Behörden im Vorfeld der Eröffnung des Denkmals die Pläne für die Besucherinfrastruktur und einen Museumsbereich auf der Ostseite des Hügels voran.

Kasta-Grab Kasta-Grab

Während ihres Besuchs besichtigte Mendoni auch die Restaurierungsarbeiten am historischen Kloster Timios Prodromos in Serres.

Die Maßnahmen, die im Rahmen des Programms NSRF 2014–2020 mit 1,8 Millionen Euro finanziert werden, konzentrieren sich auf Teile des Klosterkomplexes aus dem 12. Jahrhundert, darunter die Restaurierung des Zellengebäudes im Südflügel und des Kountiades-Gebäudes.