Meerespark Südägäis

Griechenland hat einen wichtigen Schritt zur Einrichtung eines der größten Meeresschutzgebiete der Ägäis getan, nachdem der Entwurf des Präsidialdekrets für den Meerespark Südägäis 1 – Südliche Kykladen fertiggestellt wurde.

Nach Angaben aus dem Ministerium für Umwelt und Energie wurde der Dekretentwurf bereits an die zuständigen Ministerien weitergeleitet, was einen bedeutenden Fortschritt im institutionellen Prozess zur Schaffung des Meeresparkes darstellt.

Diese Entwicklung folgt auf frühere Zusagen der Regierung zur Förderung von Meeresparken in der Ägäis und im Ionischen Meer bis zum Jahr 2026, wobei die Behörden bestrebt sind, den Schutz empfindlicher mariner Ökosysteme durch einen speziellen Rechts- und Regulierungsrahmen zu stärken.

Quellen aus dem Ministerium gaben an, dass der von Umwelt- und Energieminister Stavros Papastavrou festgelegte Zeitplan eingehalten wurde.

Neue Schutzmaßnahmen für die Südlichen Kykladen

Meerespark Südägäis

Der vorgeschlagene Rahmen sieht strengere Schutzmaßnahmen für Meeresgebiete, kleine Inseln und Ökosysteme von hoher ökologischer Bedeutung in den südlichen Kykladen vor.
Zu den wichtigsten Bestimmungen des Verordnungsentwurfs gehört ein Verbot der Verwendung von gezogenen Fanggeräten, die mit dem Meeresboden in Kontakt kommen – eine Maßnahme, die auf den Schutz der benthischen Ökosysteme und der marinen Artenvielfalt abzielt.
Der Rahmen enthält zudem Sonderbestimmungen zum Schutz der Posidonia-Seegraswiesen, die als unverzichtbar für das marine Leben im Mittelmeer und die natürliche Kohlenstoffbindung gelten. Darüber hinaus greift der Erlass Elemente der lokalen Initiative „Amorgorama“ auf.

Behördenvertreter sind zudem der Ansicht, dass die Einrichtung des Meeresparks das Profil der südlichen Kykladen als nachhaltiges Reiseziel angesichts des wachsenden internationalen Interesses an Naturschutzgebieten weiter stärken könnte.
Nach Konsultationen mit den zuständigen Ministerien und einem bevorstehenden öffentlichen Konsultationsverfahren wird der Entwurf des Präsidialdekrets dem griechischen Staatsrat zur abschließenden Prüfung der Rechtmäßigkeit vorgelegt, bevor er offiziell verabschiedet wird.