
Griechenland steht laut dem stellvertretenden Verkehrsminister Konstantinos Kyranakis kurz davor, die Busflotte in Athen im Rahmen der größten Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes der Stadt seit Jahrzehnten zu 80 Prozent zu erneuern.
Mit weiteren 205 Bussen, die voraussichtlich in der kommenden Zeit in Betrieb genommen werden, beläuft sich die Gesamtzahl der neuen Fahrzeuge, die bereits im Einsatz sind oder kurz vor der Inbetriebnahme stehen, auf 1.076.
Zu den jüngsten Neuzugängen gehören 125 Elektrobusse, 13 IVECO-Erdgasbusse und 67 neue Menarini-CNG-Busse, die zu den 871 neuen Fahrzeugen hinzukommen, die bereits Fahrgäste in ganz Athen befördern.
Kyranakis merkte an, dass das Busnetz der Stadt im Jahr 2019 noch stark auf Fahrzeuge aus dem Jahr 1999 angewiesen war, während heute mehr als ein Drittel der neuen Flotte elektrisch betrieben wird und ein weiteres Drittel mit Erdgas fährt.

Das griechische Verkehrsministerium treibt zudem eine neue Initiative zur Fahrereinfindung voran. Zum ersten Mal können sich auch Bewerber ohne Berufskraftfahrerschein bewerben; die Ausbildung wird kostenlos durch die OSY-Fahrschule angeboten.
Laut Kyranakis ist es das Ziel, die Taktfrequenz auf wichtigen Buslinien bis Ende 2026 um bis zu 50 Prozent zu erhöhen. Die Wartezeiten auf mehreren Linien seien bereits von rund 18 Minuten auf 8 bis 9 Minuten gesunken, fügte er hinzu.
Die Modernisierung der Flotte soll bis 2028 fortgesetzt werden, wobei weitere 617 Busse hinzukommen sollen, die durch europäische und nationale Programme finanziert werden. Ziel ist es, die aktive Flotte Athens auf mehr als 2.000 Fahrzeuge zu erweitern.



