
Griechenland treibt landesweit eine Vielzahl von Verkehrs- und Infrastrukturprojekten voran, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Straßenanbindung, dem Ausbau des U-Bahn-Netzes, der Entwicklung von Flughäfen und Wiederaufbauarbeiten nach Katastrophen liegt.
Wie der stellvertretende Minister für Infrastruktur und Verkehr, Nikos Tachiaos, kürzlich darlegte, erstrecken sich die Initiativen über große städtische Zentren und regionale Ziele, da die Behörden bestrebt sind, die Mobilität zu verbessern, die regionale Anbindung zu stärken und die Wirtschaftstätigkeit zu fördern.
„Hunderte von Maßnahmen sind entweder im Gange oder bereits abgeschlossen, wobei der Schwerpunkt auf der Instandsetzung kritischer Infrastruktur und der Wiederherstellung der Normalität in den betroffenen Gebieten liegt“, sagte Tachiaos.
Zentralgriechenland: Autobahn E65 kurz vor der Fertigstellung

Zu den wichtigsten derzeit laufenden Projekten zählt der nördliche Abschnitt der Autobahn E65 in Zentralgriechenland, der Kalambaka mit Grevena verbindet.
Das Projekt wird voraussichtlich in Kürze abgeschlossen sein und einen neuen Straßenkorridor schaffen, der die Autobahn 1 mit dem Autobahnnetz der Egnatia Odos verbindet, wodurch die Fahrzeiten verkürzt und die Anbindung im griechischen Landesinneren verbessert werden.
Attika: Schwerpunkt auf Entlastung des Straßenverkehrs und öffentlicher Verkehr

In Attika treiben die Behörden eine Reihe von Projekten voran, die darauf abzielen, Verkehrsstaus zu verringern und die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Eines der größten Vorhaben ist das Projekt des dreifachen Verkehrsknotenpunkts Skaramagas, das drei kreuzungsfreie Verkehrsknotenpunkte und neue Verbindungen zwischen wichtigen Verkehrsachsen im Westen Attikas umfasst. Auch die Arbeiten zur Modernisierung des Verkehrsknotenpunkts Metamorfosi schreiten voran.
Weitere strategische Maßnahmen werden derzeit geprüft, darunter die Verkehrsachse Elefsina-Oinofyta und der Stadttunnel von Ilioupoli, der die Katehaki-Allee mit dem Gebiet Elliniko verbinden würde.
Tachiaos betonte jedoch, dass neue Straßeninfrastruktur allein keine langfristige Lösung für die Verkehrsüberlastung in den größten Ballungszentren Griechenlands bieten könne, und hob die Bedeutung einer Stärkung der öffentlichen Verkehrsnetze hervor.
Der Bau der U-Bahn-Linie 4 in Athen schreitet trotz der technischen Komplexität des Projekts voran, zu der Tunnelaushub, Bahnhofsbau, elektromechanische Systeme und Betriebsprüfungen gehören.
Thessaloniki: Ausbau der U-Bahn und Überführungsprojekt schreiten voran

In Thessaloniki befinden sich die Testläufe für den Ausbau des städtischen cc in Richtung Kalamaria in der Endphase.
Unterdessen schreiten die Bauarbeiten am Hochstraßenprojekt der Stadt zügig voran; die Fertigstellung wird für 2027 erwartet. Die Behörden planen zudem künftige U-Bahn-Erweiterungen in Richtung der nordwestlichen Stadtteile.
Kreta: Große Straßen- und Flughafenprojekte im Gange

Auf Kreta laufen derzeit zwei der größten Infrastrukturprojekte Griechenlands.
Die Nordachse Kretas (BOAK) soll die Verkehrssicherheit und die Anbindung auf der gesamten Insel verbessern, während der neue internationale Flughafen in Kastelli bei Heraklion voraussichtlich zu einem der wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkte des Landes werden wird.
Thessalien: Wiederaufbauarbeiten nach Sturm Daniel gehen weiter
Auch in Thessalien gehen die Wiederaufbauprojekte nach den schweren Schäden durch den Sturm Daniel weiter.
Laut Tachiaos laufen derzeit Hunderte von Maßnahmen in der gesamten Region, wobei mehrere bereits abgeschlossen sind, um die kritische Infrastruktur und die Normalität in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen.
Der stellvertretende Minister hob zudem die Rolle der „Prototyp-Vorschläge“ hervor, eines Rahmens, der die Planung und Entwicklung groß angelegter Infrastrukturprojekte durch eine engere Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor beschleunigen soll.






