
Nach einem Treffen der Interessengruppen, bei dem die wichtigsten Prioritäten für die Wiederbelebung der Berggemeinden der Insel festgelegt wurden, nimmt ein neuer strategischer Plan für die nachhaltige Entwicklung des bergigen Hinterlands von Naxos Gestalt an.
Das Treffen, das zweite seiner Art, das vom Netzwerk für die nachhaltige Entwicklung von Naxos organisiert wurde, fand im Bergdorf Koronos statt und brachte Vertreter der Regierung, der lokalen Behörden, der Wissenschaft und lokaler Organisationen zusammen.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Notwendigkeit eines konkreten, vollständig budgetierten und messbaren Strategieplans, der klare Prioritäten, einen festgelegten Zeitplan, Kostenschätzungen und identifizierte Finanzierungsquellen enthalten sollte, mit dem Ziel, das Berggebiet im Landesinneren der Insel wiederzubeleben. Die Organisatoren äußerten zudem die Hoffnung, dass dieser Plan als Vorbild für andere Berg- und Inselregionen in ganz Griechenland dienen könnte.
Zu den wichtigsten behandelten Themen gehörten die Wasserwirtschaft, die Modernisierung der Straßeninfrastruktur sowie Verbesserungen im Gesundheitswesen und bei den öffentlichen Dienstleistungen. Die Teilnehmer forderten zudem Maßnahmen zur Bekämpfung der Entvölkerung, des Wohnungsmangels und der Auswirkungen der Klimakrise, darunter Anreize, um junge Menschen für die Bergdörfer zu gewinnen und dort zu halten.
Kulturerbe und Tourismus
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Treffens lag auf dem natürlichen und kulturellen Erbe der Region als Motor für nachhaltige Entwicklung. Zu den herausragenden Vorschlägen gehörten die Schaffung eines Kunstparks, der der jahrhundertealten Tradition des Naxos-Marmors gewidmet ist, die Entwicklung von Kulturrouten sowie die Förderung der historischen Schmirgelminen der Insel als industrielles Kulturerbe und thematisches Tourismusziel.
Ioannis Psycharis, Präsident des Instituts für Regionalentwicklung an der Panteion-Universität, betonte, dass Naxos dem Sog des Massentourismus widerstehen und stattdessen ein qualitätsorientiertes Entwicklungsmodell verfolgen müsse. „Naxos muss Massentourismus-Mustern ausweichen und in ein Modell der qualitativ hochwertigen Entwicklung investieren“, sagte er.
Professor Nikos Leandros betonte, dass die Vorschläge in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden müssen. „Sie müssen mit den tatsächlichen Wettbewerbsvorteilen dieser Region verknüpft werden“, sagte er.
Die Panteion-Universität und das Institut für Regionalentwicklung werden bei der Ausarbeitung des endgültigen Vorschlags, der als Fahrplan für die Zukunft des bergigen Naxos dienen soll, akademische Unterstützung leisten.


