
„O Batis“: Das historische Grillrestaurant,
das die Geschmäcker und Erinnerungen an Ägina geprägt hat"
Am Anfang der Nikos-Kazantzakis-Allee, dort, wo die Strandpromenade von Chora auf Aegina auf die Meeresbrise trifft,
gab es jahrzehntelang einen Anziehungspunkt für Feinschmecker und alle, die sich nach authentischer griechischer Gastfreundschaft sehnten.
Die Grillstube und Taverne „O Batis“ war nicht einfach nur ein Restaurant, sondern ein lebendiger Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Insel, ein Ort, an dem Einheimische, Urlauber und Durchreisende zu einer großen Gemeinschaft wurden.
Die Geschichte von „Batis“ beginnt im Jahr 1971, als es als Genossenschaft der Familien Lekka und Dioli seine Türen öffnete.
Das Lokal lag direkt neben dem historischen Hotel Areti und hatte eine privilegierte Lage mit unverbautem Blick auf den Strand von Avra.
Der Name der Taverne wurde nicht zufällig gewählt. „Batis“ ist die leichte, kühle Meeresbrise, die tagsüber landeinwärts weht. Aufgrund ihrer einzigartigen Lage direkt an der Küstenstraße entsprach der Name voll und ganz der Realität, und der Gast genoss sein Essen buchstäblich direkt am Wasser und spürte dabei die Kühle des Saronischen Meeres.

Obwohl das Restaurant zunächst als Gemeinschaftsunternehmen gegründet wurde, war es der unvergessene Vangelis Lekkas, der sich voll und ganz mit der Seele, dem Geschmack und dem Ruf des „Bati“ identifizierte.
Da er bei den Grillgerichten das Sagen hatte, verwandelte Herr Vangelis das Lokal in eine klassische, familiäre griechische Taverne.
Seine Philosophie war einfach, aber schwer zu erreichen: Er bot perfekt gegrilltes Fleisch, authentisches griechisches Souvlaki und einfache, ehrliche Gerichte der griechischen Küche an.
Evangelos Lekkas und sein Team betrachteten die Gäste nicht als bloße Zahlen. Die Stammgäste wurden wie Familienmitglieder behandelt – mit dem unverzichtbaren persönlichen Plausch, dem neckischen Geplänkel und der klassischen, herzlichen Bewirtung am Ende.
Das Grillrestaurant erlebte seine größte Blütezeit in den 1990er- und 2000er-Jahren. Damals war die Kazantzakis-Allee noch nicht so stark bebaut und touristisch erschlossen wie heute.
In der Dunkelheit der damals noch ruhigen Strandpromenade war „O Batis“ einer der wenigen, beständig leuchtenden Punkte.
Es war der Zufluchtsort für alle, die dem lärmenden Trubel des zentralen Hafens entfliehen wollten.
Die Nachbarschaft zum Hotel Areti führte zu einer informellen, aber starken Allianz der Gastfreundschaft, als griechische und ausländische Touristen, die im Hotel wohnten, an den Tischen des „Bati“ ihren ersten Eindruck von authentischer griechischer Küche bekamen.
Der Ruf des Lokals reichte so weit über die Grenzen von Ägina hinaus.
Bis zu seiner Schließung bewahrte das Lokal unverändert die klassische Ästhetik der traditionellen Grillrestaurants der griechischen Provinz. Einfache Tische und Stühle im Außenbereich, direkt auf dem Bürgersteig, und ein tägliches Schauspiel: der Anblick der Fähren, die die Insel anliefen oder verließen.
Wie bei allen schönen Kapiteln brachte die Zeit Veränderungen mit sich.
Der Weggang von Vangelis Lekkas markierte den Anfang vom Ende. Das Ruder und die Tradition der Küche übernahm ein Mann, der die Geheimnisse des Lokals gut kannte: der langjährige Küchenmitarbeiter Vangelis Aposporis.
Die neue Geschäftsführung versuchte, die Flamme am Leben zu erhalten, und führte das Lokal noch eine Zeit lang weiter. Doch die Zeiten änderten sich rasant, und das historische Grillrestaurant schloss schließlich endgültig seine Türen.
Heute ist „O Batis“ nicht mehr auf der gastronomischen Landkarte von Ägina zu finden. Es bleibt jedoch lebendig in den Erzählungen der Älteren, in den Erinnerungen an die Sommerabende und im Geschmack jener authentischen, traditionellen Gerichte, die mit einem Lächeln und zum Rauschen der Wellen serviert wurden.
Athen Magazin bedankt sich für den tollen Artikel
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