Kalokrasa

„Die Christos-Ladas-Straße: Das Herzstück des alten Marktviertels von Ägina
und des historischen Obst- und Gemüseladen „Kalokrasa““
Das Herz des alten Geschäftsviertels von Ägina schlug einst in einer Gasse, die bis heute die Düfte, Stimmen und Bilder einer anderen Zeit in sich trägt.

Die Rede ist von der Christou-Lada-Straße, der zentralen Einkaufsstraße des alten Marktviertels, die geografisch genau gegenüber und hinter dem historischen Alten Rathaus der Insel liegt.

In den 1980er- und 1990er-Jahren war diese Straße der absolute Mittelpunkt des Alltagslebens der Einwohner von Ägina und beherbergte einige der traditionellsten und bekanntesten Geschäfte.
Bevor sich die großen Supermarktketten in den Außenbezirken der Stadt ausbreiteten, war die Christou-Lada-Straße der tägliche Treffpunkt der gesamten lokalen Gemeinschaft.

Die Straße sprühte vor Leben, voller Farben durch die Waren und voller Stimmen der Händler.
Unter den Geschäften, die diese Zeit prägten, nahm das Obst- und Gemüseladen von Kostas Petritis, allen bekannt unter dem Namen „Kalokrasas“, einen besonderen Platz ein. Dieses Geschäft war eine feste Stütze für die Versorgung der Haushalte auf der Insel, aber auch der traditionellen Cafés der Region, die blind auf die Qualität seiner Produkte vertrauten.
Auf Ägina gab es seit jeher den starken Brauch, dass Ladenbesitzer ihren tatsächlichen Nachnamen nicht auf dem Schild angaben. Stattdessen wählten sie den Spitznamen, unter dem sie in der gesamten Inselgemeinschaft bekannt waren.

Der Spitzname „Kalokrasas“, wie auch aus den lokalen volkskundlichen Aufzeichnungen hervorgeht, ist ein alter, traditioneller Spitzname aus Ägina.
Die Verwendung dieses Spitznamens neben dem Namen von Kostas Petritis verbirgt eine schöne Familiengeschichte, deren Ursprung auf den Vater des Besitzers zurückgeht, der früher eine traditionelle Taverne betrieb, in der Gasse, direkt neben dem bekannten Restaurant Maridaki.
Die Taverne war berühmt für ihren erlesenen lokalen Wein und ihre hausgemachten Meze geworden und bescherte der Familie schließlich diesen charakteristischen Namen.

So blieb der Obst- und Gemüseladen von Kostas Petritis den Einheimischen für immer als der Obst- und Gemüseladen von „Kalokrasa“ in Erinnerung und bewies, wie tief die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Familientraditionen auf dem Markt verwurzelt waren.
Heute hat sich das Bild des alten Marktes verändert und passt sich dem Rhythmus der heutigen Zeit an.

Computerladen und ein Tattoostudio
Heute ist da ein Computerladen und ein Tattoostudio zu Hause


Doch die Blütezeit der Christou-Lada-Straße und des „Kalokrasa“ ist jedoch nicht verloren gegangen und bleibt durch die mündlichen Erinnerungen und Erzählungen der Menschen, die zu jener Zeit auf Ägina lebten, aufwuchsen und arbeiteten, lebendig, wodurch die romantische Seite der Insel im Laufe der Zeit unverändert erhalten bleibt.


Athen Magazin bedankt sich für den tollen Artikel

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