Wasserparks von Ägina
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„Aufstieg und Niedergang des Wasserparks von Ägina: Von der Vision der Blütezeit zum Reiz der modernen Ruinen“
Die Geschichte des Wasserparks von Ägina ist untrennbar mit dem rasanten touristischen Aufschwung verbunden, den die Insel Ende des 20. Jahrhunderts erlebte. Es war eine Zeit, in der der griechische Tourismus dringend nach dem nächsten Schritt suchte und den Übergang vom traditionellen „Sonne-und-Meer“-Modell zu alternativen, organisierten Formen der Familienunterhaltung vollziehen wollte.

Der Park wurde erbaut und öffnete gegen Ende der 1990er Jahre seine Pforten.
Für die Verhältnisse der Inseln des Argosaronischen Meeres war die Idee mehr als innovativ und radikal. Die Schaffung eines vollständig organisierten Wasserparks auf einem privilegierten Gelände direkt am Meer wurde mit dem klaren geografischen Ziel konzipiert, das ultimative Ziel für Tages- oder Zweitagesausflüge zu werden, das Besucher direkt aus dem Attischen Becken anziehen kann.

Die Wahl des Standorts in der Gegend von Faros erwies sich als strategisch klug. Der Park befand sich an der zentralen Küstenstraße, die die Stadt Ägina mit dem malerischen Ort Perdika verbindet. Die gute Erreichbarkeit in Verbindung mit dem bezaubernden Blick auf das endlose Blau des Meeres verlieh dem Projekt sofort einen Hauch von Luxus und Exotik.
In seiner Blütezeit fungierte der Water Park als eigenständiges Ganztages-Freizeitziel. Seine Architektur war so konzipiert, dass sie kindlichen Spaß mit Entspannung für Erwachsene verband.

Das Markenzeichen des Parks war die Bar-Restaurant-Anlage, die so konzipiert war, dass sich ein Teil davon buchstäblich mitten im zentralen Schwimmbecken befand. Die Eltern hatten die Möglichkeit, auf den im Wasser eingebauten Hockern zu sitzen, ihren Cocktail zu genießen und gleichzeitig direkten Blickkontakt zu ihren Kindern zu haben sowie diese zu beaufsichtigen.

Die Anlage verfügte über große, spiralförmige Hochgeschwindigkeitsrutschen vom Typ „Kamikaze“ und „Multislide“ für Adrenalinjunkies, die mit Schwung im zentralen Tiefbecken endeten. Gleichzeitig mündeten kleinere, sichere Rutschen in ein speziell angelegtes flaches Becken für die kleinen Besucher.


Der Ruf des Parks ging schnell über die Grenzen der Insel hinaus. Große Reisebüros in Athen organisierten spezielle Zwei- oder Dreitages-Urlaubspakete nach Ägina, deren einziger Zweck der Besuch der Wasserrutschen war, was die lokale Wirtschaft, die Hotels und die Geschäfte der Region erheblich ankurbelte.
Sowohl der Restaurantbereich als auch der Poolbereich wurden an manchen Abenden mit Live-Musik und Tanz belebt.

Nach 2010 veränderte die anhaltende Wirtschaftskrise, die Griechenland traf, die Lage drastisch. Unternehmen dieser Größenordnung erwiesen sich als äußerst anfällig. Die Betriebskosten waren unerschwinglich.
Die ständige Wartung spezieller Filter und die chemische Reinigung, die enormen Wassermengen und die Notwendigkeit einer ständigen Wiederaufbereitung sowie die übrigen Wartungsverpflichtungen führten in Verbindung mit dem drastischen Rückgang der inländischen Kaufkraft dazu, dass der Park an Bedeutung verlor.

Die Instandhaltung wurde vernachlässigt und die Besucherzahlen gingen dramatisch zurück. Der Wasserpark von Ägina schloss etwa Mitte der 2010er Jahre (um 2014–2015) endgültig seine Pforten und besiegelte damit das Ende einer ganzen Ära.

Heute haben sich die Anlagen des Parks in ein surreales, lebendiges Ausstellungsstück verwandelt. Der Ort ist mittlerweile ein beliebter Anziehungspunkt für Liebhaber urbaner Erkundungen, Fotografen und Nostalgiker der Vergangenheit.
Die einst lauten, bunten Rutschen stehen noch immer, sind jedoch verblasst und von der Salzwasserluft und der sengenden Sonne des Saronischen Meeres angegriffen.


Die Natur, die ihren Platz zurückerobert, hat begonnen, die Betonkonstruktionen zu verschlingen. Bäume, Wildkräuter und Sträucher wachsen mittlerweile in den leeren, rissigen Schwimmbecken, in denen einst Kinderstimmen und Gelächter widerhallten.
Der Water Park (Wasserrutschen) von Ägina steht dort, stumm, an der Straße nach Perdika, und erinnert die Passanten daran, wie leicht sich Wachstum und Lebendigkeit in eine bittersüße Erinnerung an die jüngste Vergangenheit verwandeln können.

Athen Magazin bedankt sich für den tollen Artikel

Copyright für Text und Foto bei Dionysis Papadimitriou
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Diesen Artikel im Original (griechisch)



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