„Der ‚Souvlaki-Verkäufer‘ von Ägina: Die Geschichte von Lefteris Lampadarios und die Blütezeit der Bakalotaverna“
Die Geschichte des Souvlakis auf Ägina ist untrennbar mit Lefteris Lampadarios verbunden, der in den 1950er Jahren als Straßenverkäufer mit einem Handwagen begann, zur Legende wurde und der Gegend vor Kavouropetra seinen Namen gab.
Die Bakalotaverna, die er später gründete, galt als Anlaufstelle für die Kombination aus gegrillten Speisen und gutem Wein und führte damit eine Tradition fort, die Teil des kulturellen Erbes der Insel ist.
Bevor er sich auf Ägina niederließ, erlebte Lefteris Lampadarios die harten, aber lebhaften Jahre des Nachkriegsgriechenlands in Piräus. In den 1950er- und 1960er-Jahren durchstreifte er die Viertel rund um den Hafen mit einem handbetriebenen Handwagen. Von Pasalimani bis zu den berüchtigten, aber kosmopolitischen Gassen von Trouba stellte Lefteris seinen Imbissstand jedes Mal auf, wenn die amerikanische Flotte (Sechste Flotte) im Hafen anlegte.
Die Matrosen strömten auf die Straßen, und der Duft seines gut gegrillten Souvlakis war die beste Werbung für die hungrigen Passanten.
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Nach dieser intensiven Zeit in Piräus traf Lefteris die große Entscheidung, seine Tätigkeit in seine Heimat, nach Ägina, zu verlegen. Anfangs war sein Handwagen am Strand der Insel ein ungewohntes Schauspiel. Auf einer Ägina, die sich völlig von der heutigen unterschied, gewann der unermüdliche Lebenskämpfer, der stets seinen Gehilfen an seiner Seite hatte, sofort die Zuneigung der Einheimischen.
Es dauerte nicht lange, bis man ihm den Spitznamen „der Souvlaki-Verkäufer“ gab. Dieser Name begleitete ihn sein ganzes Leben lang und gewann eine solche Bedeutung, dass er zum Ortsnamen für die Gegend kurz vor Kavouropetra wurde.
Im Laufe der Jahre wuchsen die Anforderungen, und der Handwagen machte Platz für ein festes Geschäftslokal. Lefteris kaufte ein eigenes Grundstück an der damals noch unbefestigten Straße, die von Kypseli nach Kavouropetra führte.
Dort richtete er eine authentische Bakalotaverne jener Zeit ein. 7 Wer die Schwelle des Ladens überschritt, wurde von einem Bild voller Gemütlichkeit empfangen. 8 Links vom Eingang standen die großen Holzfässer, gefüllt mit gutem Wein aus der Region.
Lefteris’ größte Stärke war jedoch nach wie vor sein Grill. An den Samstag- und Sonntagabenden herrschte im Lokal eine Atmosphäre wie auf einem richtigen Volksfest. Seine Frau Marina war mit ihren Eintöpfen für die Küche zuständig, während er ununterbrochen grillte und die Gäste bediente.
Später stieg auch ihr Sohn mit ein und half in dem Betrieb, der jahrzehntelang ein ganzes Stadtviertel am Leben erhielt.
Heute ist diese historische Bakalotaverne nicht mehr in Betrieb und hinterlässt eine süße Nostalgie. Lefteris Lampadarios, ein kreativer und stets aktiver Mensch, hat sich nicht zur Ruhe gesetzt. Er legte seine Kellnerschürze ab und widmete sich einer weiteren großen Leidenschaft von ihm: dem Eisenhandel. Mit Leidenschaft begann er, alte Eisengegenstände und Werkzeuge zu sammeln, die er mit seinen eigenen Händen umarbeitete und in Athen verkaufte, wodurch er vergessenen Materialien neues Leben einhauchte.
Seine „Souvlakia“-Taverne war kein Einzelfall; sie bildete ein starkes Glied in einer langen Kette traditioneller, kleiner Läden, die das gesellschaftliche Leben auf Ägina prägten.
Auch wenn die größeren und bekannteren Tavernen der Insel, wie die von Vatzoulias oder Kokkoras im Landesinneren, ein eigenständiges, riesiges Kapitel der aiginischen Gastronomie darstellen, hat Lefteris Lampadarios sein eigenes goldenes Kapitel geschrieben und damit bewiesen, wie ein Mann mit einem Handwagen die Landkarte und die Geschmackswelten einer ganzen Insel verändern kann.
Athen Magazin bedankt sich für den tollen Artikel
Copyright für Text und Foto bei Dionysis Papadimitriou
Facebook: Dionysis Papadimitriou
Der original Artikel in griechisch ??? klick hier




