Burg von Moglena
Die byzantinische Burg von Moglena in Pella. Im Rahmen des Restaurierungsprojekts
wurden wesentliche Abschnitte der Burgmauern und -türme verstärkt, darunter
auch der Torturm der Südmauer. Bildquelle: Kulturministerium


Das griechische Kulturministerium hat die Restaurierung der byzantinischen Burg von Moglena in Pella abgeschlossen und damit eines der bedeutendsten historischen Denkmäler in Zentralmakedonien nach einem 1,85 Millionen Euro teuren Konservierungsprojekt wiedereröffnet.

Das aus dem griechischen Aufbau- und Resilienzfonds finanzierte Projekt umfasste die Konservierung, Restaurierung und Aufwertung der Burg und ihrer Umgebung, wodurch das Angebot im Kulturtourismus der Region gestärkt und gleichzeitig die lokale Wirtschaft gefördert wurde.

Bei der Einweihung des Denkmals erklärte Kulturministerin Lina Mendoni, das Projekt sei Teil der „Kulturkarte für Entwicklung und Wohlstand“ des Ministeriums – einer langfristigen Strategie, die sowohl die Bedürfnisse historischer Denkmäler als auch die Prioritäten der lokalen Gemeinden berücksichtige.

„Das Ziel war nicht nur, das Denkmal zu retten, sondern es auch effektiv in das moderne Leben des Ortes zu integrieren“, sagte sie.

Von der byzantinischen Festung zum kulturellen Wahrzeichen

Burg von Moglena
Die Burg von Moglena vor und nach der Restaurierung, bei der unter anderem
die Fundamente verstärkt und wesentliche Abschnitte der Ostmauern
wiederhergestellt wurden. Bildquelle: Kulturministerium


Die Burg von Moglena – auch bekannt als Burg von Chrysi – thront über der Almopia-Ebene in Pella und überragt die Region seit mehr als tausend Jahren.

Die Festung wurde im frühen 9. Jahrhundert als Teil des byzantinischen Verteidigungsnetzes in Mazedonien erbaut und diente als wichtiges Zentrum für Verwaltung, Verteidigung und kirchliches Leben. Später spielte sie eine Rolle bei den Feldzügen von Kaiser Basilius II. gegen die Bulgaren und bei den Kämpfen von Kaiser Alexios I. Komnenos gegen die Normannen, bevor sie nach der osmanischen Eroberung im späten 14. Jahrhundert nach und nach aufgegeben wurde.

Die vorbereitenden Studien für die Restaurierung wurden im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms INTERREG abgeschlossen und ebneten den Weg für die Aufnahme des Projekts in den griechischen Wiederaufbau- und Resilienzfonds.

Burg von Moglena
Neue Besichtigungsrouten führen die Besucher nun durch die Anlage,
von der aus man einen Blick auf die Almopia-Ebene hat,
die die Burg einst verteidigte. Bildquelle: Kulturministerium


Restaurierung und Verbesserung der Besuchererfahrung

Die Restaurierungsarbeiten umfassten die Verstärkung der Fundamente, die Behebung baulicher Schäden sowie die Konservierung bedeutender Abschnitte der Ostmauern und des Torturms entlang der südlichen Befestigungsanlagen. Auch an der wurden Konservierungsmaßnahmen durchgeführt.

Über die Restaurierung hinaus wurde die Umgebung des Denkmals neu gestaltet, um das Besuchererlebnis zu verbessern. Neue Rundwege, sanitäre Einrichtungen, erhöhte Aussichtspunkte, Informationsschilder und architektonische Beleuchtung wurden hinzugefügt, um die Stätte zugänglicher zu machen und gleichzeitig ihre historische und natürliche Umgebung zur Geltung zu bringen.

Burg von Moglena
Die Überreste der Bischofsbasilika auf der Burg von Moglena, an der im Rahmen
der Restaurierung und Besuchererschließung des Denkmals Konservierungsarbeiten
durchgeführt wurden.
Bildquelle: Kulturministerium


„Es handelt sich nicht nur um ein Stück lokaler Geschichte, sondern um einen Teil unserer umfassenderen Geschichte, da seine Geschichte in direktem Zusammenhang mit der Präsenz des Byzantinischen Reiches und der byzantinischen Kaiser steht“, sagte Mendoni.