von Thessaloniki, bevor diese für den regulären Betrieb freigegeben wird.
Das U-Bahn-Netz in Thessaloniki tritt in eine entscheidende neue Phase ein, da nun vor der Aufnahme des regulären Betriebs Testfahrten auf der gesamten Kalamaria-Erweiterungsstrecke beginnen, wie der stellvertretende Minister für Infrastruktur und Verkehr, Nikos Tachiaos, bekannt gab.
Die Erweiterung umfasst fünf neue Stationen – Nomarchia, Kalamaria, Aretsou, Nea Krini und Mikra – und dehnt das U-Bahn-Netz bis in die Gemeinde Kalamaria aus.
Im Gespräch mit dem Radiosender ERT erklärte Tachiaos, dass heute Nacht, am 7. August, die ersten nächtlichen Testfahrten ohne Fahrgäste beginnen. Dies markiert die letzte und anspruchsvollste Phase vor der Übergabe der Verlängerung für den öffentlichen Betrieb. In dieser Phase müssen die neuen Züge und das gesamte Netz unter vollständiger Simulation der normalen Betriebsbedingungen betrieben werden, um ihre Sicherheit zu bestätigen, bevor die entsprechende Betriebsgenehmigung erteilt wird. Durch die nächtlichen Testfahrten kann der Betrieb der bestehenden U-Bahn-Linie ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden.
„Sicherheit hat oberste Priorität“, sagte Tachiaos und beschrieb dabei die technische Komplexität des Projekts. Im Gegensatz zu einer einfachen linearen Verlängerung umfasst die neue Strecke eine Abzweigung mit einer Kreuzung, während das Netz um 15 neue, vollautomatisierte Züge verschiedener Hersteller erweitert wird, die alle vollständig kompatibel sein müssen.
Das Ministerium modernisiert zudem das Fahrkartensystem in Thessaloniki durch die Einführung einer einheitlichen OASTH-Metro-Fahrkarte für einfacheres Umsteigen sowie durch den Ausbau der „Tap-and-Pay“-Technologie, die es den Fahrgästen ermöglicht, direkt mit ihrer Bankkarte zu fahren, wobei Rabatte für Vielfahrer automatisch gewährt werden.
die von der Haltestelle „25. Martiou“ über Nomarchia, Kalamaria, Aretsou, Nea Krini und Mikra verläuft. Bildquelle: Elliniko Metro
Als Nächstes: Erweiterung im Nordwesten
Auf die Frage nach den anstehenden Prioritäten bestätigte Tachiaos, dass der Ausbau der U-Bahn in Richtung Nordwesten von Thessaloniki weiterhin das nächste Großprojekt sei. Derzeit wird bereits eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Erweiterung in die derzeit in Verhandlung befindlichen Förderprogramme aufgenommen werden kann.
Aktuelles zur Linie 4 in Athen
Tachiaos ging auch auf den Fortschritt bei der U-Bahn-Linie 4 in Athen ein, wo die Arbeiten im Stadtteil Kypseli vorübergehend ausgesetzt wurden, nachdem Risse und Schäden an Gebäuden gemeldet worden waren, die mit dem Vortrieb der Tunnelbohrmaschine in Verbindung stehen.
Er erklärte, das Ministerium betrachte die öffentliche Sicherheit und die Bedenken der Anwohner als oberste Priorität und verfolge die Lage täglich. Unabhängige Experten, spezialisierte Ingenieurbüros und Universitätsforscher führen geotechnische Untersuchungen durch, bevor die Aushubarbeiten wieder aufgenommen werden.
Anwohner haben Schäden an mindestens 20 Wohnhäusern im weiteren Umkreis zwischen dem Kypseli-Platz und der Evias-Straße gemeldet, was eine strafrechtliche Untersuchung hinsichtlich einer möglichen Haftung im Zusammenhang mit den Bauarbeiten ausgelöst hat.
An den betroffenen Gebäuden seien keine Anzeichen für strukturelle Instabilität festgestellt worden, sagte Tachiaos und betonte, dass die Bauarbeiten erst wieder aufgenommen würden, wenn die Sicherheit vollständig gewährleistet sei.
Er stellte außerdem klar, dass die Reparaturkosten gemäß den Vertragsbedingungen vollständig vom Auftragnehmer des Projekts übernommen werden und nicht von den betroffenen Anwohnern.
Das Ziel für die Fertigstellung der Linie 4 der Athener U-Bahn bleibt das Jahr 2032.
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