Die alten Gemüseläden (Karren) von Ägina
Es war in jenen Jahren zwischen 1967 und dem Sommer 1968, als wir unseren Urlaub auf der Insel verbrachten, und ich erinnere mich noch immer an diese alten Gemüsekarren, die von einem Pferd gezogen wurden.
Solche Karren nannte man auch „Soustes“. Sie waren mit Stoßdämpfern ausgestattet, um Erschütterungen abzufangen und zu verhindern, dass das Obst und Gemüse zerdrückt wurde.

Eine nostalgische Erinnerung, die mit dem alten, traditionellen Leben auf der Insel verbunden ist.
Ich erinnere mich an Herrn Nikos Lakos, der mit seinem Karren voller Gemüse und Obst vorbeikam. Alles stammte aus seinem eigenen Garten, den er mit viel Hingabe und Liebe pflegte.
Und die Düfte des frischen Gemüses und Obstes jener Jahreszeit … einfach unvergleichlich!!

Ein charakteristisches Bild bot der Strohhut, den das Pferd trug, in Verbindung mit der gesamten Last, die es zog.
Die Körbchen an den Seiten des Karren belud er mit Obst, Gemüse und allen saisonalen Erzeugnissen und zog durch die Mahalas (Stadtviertel) von Ägina, um seine Waren zu verkaufen.

Auch Herr Kostas war mit seinem bunten Karren in anderen Stadtvierteln der Insel unterwegs.
Damals war es für die Haushalte eine Möglichkeit, sich im Lebensmittelgeschäft mit dem Nötigsten einzudecken.
Ihre Ankunft in den Stadtvierteln der Insel war ein regelrechtes Ritual. Das Glöckchen des Pferdes, das Klappern der Hufe und die unverwechselbaren Rufe der Gemüsehändler kündigten den Hausfrauen schon von weitem ihre Ankunft an. Jeder Straßenhändler hatte seine eigenen Sprüche und seinen eigenen Tonfall, um für seine Waren zu werben.
Sicherlich gab es auch andere ambulante Gemüsehändler, die bis nach Agioi und Souvala kamen und dort frisches Obst und Gemüse verkauften.

Es war eine Zeit, in der die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln nicht nur ein Einkauf war, sondern ein ritueller Akt der Kommunikation, voller menschlicher Herzlichkeit, Farben und der authentischen Aromen des Sommers auf Ägina.
Text: Dionysis Papadimitriou
Copyright für Text und Foto bei Dionysis Papadimitriou
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Übersetzung: Athen Magazin


