Das Kap Agios Antonios

Das Kap Agios Antonios

Ein historischer Rückblick

Das Kap Agios Antonios liegt am südöstlichen Ende von Ägina, in der Nähe des Fischerdorfes Portes.
Die Gegend wird von der gleichnamigen malerischen Kapelle dominiert, von der aus man einen Panoramablick
auf den Saronischen Golf genießen kann.

Es wurde auf dem Hügel gegenüber den Dörfern Anitsaios und Vlachides erbaut und überragt von dort aus das Kap.

Auf dem Gipfel des steilen Berges befand sich ein alter militärischer Beobachtungsposten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Kap Agios Antonios

Der Feldweg, der den Hügel hinaufführt, ist ziemlich unwegsam.

Die Geschichte des Kap Agios Antonios auf Ägina ist eng mit seiner strategisch günstigen Lage und der
religiösen Tradition der Region verbunden.

Das Kap und der Hügel der Megali Korfí (auf einer Höhe von etwa 256–307 Metern) bilden einen der
wichtigsten Aussichtspunkte des Saronischen Golfs.

Während der Besatzungszeit erkannten die deutschen Truppen die unvergleichliche Sichtbarkeit dieses Ortes,
von dem aus man ungehindert auf das Myrtoische Meer, die Küsten Attikas und den Peloponnes „blicken“ kann.

Auf der Spitze des Hügels wurden ein militärischer Beobachtungsposten und ein Wachposten errichtet.

Der Wachposten hatte die Schifffahrt und die Bewegungen der alliierten Schiffe vollständig unter Kontrolle
und war Teil des umfassenderen Befestigungsnetzes von Ägina (wie beispielsweise die bekannten
Geschützstellungen in Perdika und Vagia).

Die Ruinen der aus Stein und Beton erbauten Militäranlagen sind in der Nähe des Gipfels noch immer zu sehen.

Kap Agios Antonios

Nur wenige Meter unterhalb des Gipfels wurde die kleine weiße Kapelle als Quelle geistlichen Trostes für die
Bewohner der umliegenden Bergdörfer wie Anitsaios und Vlachides errichtet.

Kap Agios Antonios

Aufgrund der Abgeschiedenheit der Region wurde das Gebiet rund um den Tempel mit der traditionellen
Viehzucht in Verbindung gebracht.

Das Kap diente den Einwohnern als natürliches „Aussichtspunkt“, von dem aus sie rechtzeitig die
herannahenden Piratenschiffe erkennen und sich in die Berge der Insel flüchten konnten.

Text: Dionysis Papadimitriou

Copyright für Text und Foto bei Dionysis Papadimitriou
Facebook: Dionysis Papadimitriou

Übersetzung: Athen Magazin



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