„Morgendämmerung in Perdika im Jahr 1975: Eine Reise durch die Geschichte von Ägina“
Mitte der 1970er Jahre befand sich Griechenland in einer Zeit des Wandels und der tiefen Romantik. Der Tourismus begann zu florieren, doch die Authentizität der griechischen Fischerdörfer blieb von der Massenkultur der Asphaltierung und der großen Hotelanlagen unberührt.
Durch das Objektiv des Verlags „Afoi Isaia GmbH“ wurde ein solcher Moment vollkommener Ruhe für immer auf Papier festgehalten, unter dem Titel „Morgenreflexe“.
Das Dorf Perdika auf Aegina, das am südwestlichen Ende der Insel liegt, war schon immer ein Zufluchtsort für alle, die Ruhe und die Seefahrertradition suchten.
Die Postkarte aus dem Jahr 1975 zeigt den kleinen Hafen mit einer fast malerischen Schärfe.
Das Wasser, in dem sich der Morgenhimmel und die traditionellen Gebäude spiegeln, ist vollkommen ruhig. Darauf ruhen hölzerne Fischerboote, Ruderboote und kleine Boote, die in den klassischen Farben der griechischen Seefahrt gestrichen sind. Im Hintergrund schafft die charakteristische Inselarchitektur mit ihren Ziegeldächern und der markanten Kuppel der Kirche Panagitsa, die dezent am Horizont thront, eine Brücke zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts war die Postkarte nicht nur ein Kommunikationsmittel oder ein Andenken, sondern auch eine Form der Volkskunst. Unternehmen wie die „Afoi Isaia GmbH“ machten es sich zur Aufgabe, die Schönheit Griechenlands bildlich festzuhalten und boten der Öffentlichkeit Bilder voller Licht und kräftiger Farben.
Das tiefe Blau des Himmels im Kontrast zum Weiß der Häuser und den roten und hellblauen Akzenten der Boote vermittelt die authentische Atmosphäre des griechischen Sommers.
Es ist die Stunde, in der das Dorf erwacht und die Natur in sich geht, bevor die Mittagshitze einsetzt.
Wenn man sich dieses Bild heute ansieht, ist Perdika nach wie vor eines der beliebtesten Reiseziele auf Ägina. Auch wenn der Hafen mittlerweile modernisiert wurde, um Freizeitboote aufzunehmen, und die erhöhte Promenade voller berühmter Fischrestaurants ist, bleibt die grundlegende Struktur der Landschaft doch unverändert erkennbar.
Dieses Dokument aus dem Jahr 1975 ist nicht einfach nur ein Stück Pappe. Es ist ein Fenster in ein einfacheres, gemächlicheres Griechenland, in dem die Zeit an den ausgebreiteten Leinen und dem ersten Licht gemessen wurde, das auf das ruhige Wasser des Saronischen Meeres fiel.
Text: Dionysis Papadimitriou
Copyright für Text und Foto bei Dionysis Papadimitriou
Facebook: Dionysis Papadimitriou
Übersetzung: Athen Magazin
Fotos in groß ?? anklicken




