Die Postkarte des Verlags Dim. Garis vermittelt ein lebendiges Bild vom goldenen Zeitalter des griechischen Sommers Ende der 1970er Jahre.
Im Vordergrund steht die strahlend weiße, schlichte kleine Kirche der Heiligen Marina wie ein zeitloser Leuchtturm über der gleichnamigen Bucht und bietet einen Panoramablick auf den Sandstrand und die sich entwickelnde Siedlung.
Dieses Foto ist nicht nur ein touristisches Andenken, sondern ein wertvolles historisches Zeugnis einer Übergangsphase für den Argosaronischen Raum.
Das Weiß des Kalks an der gleichnamigen kleinen Kirche bildet einen krassen Kontrast zum tiefen Blau des Saronischen Meeres. Von diesem Ort aus haben Generationen von Besuchern zum ersten Mal den endlosen Sandstrand erblickt.
Die Küste sprüht vor Leben dank der Badegäste dieser Jahreszeit. Die bunten Sonnenschirme, die ersten einfachen Einrichtungen und die hölzernen Boote, die im seichten Wasser schaukeln, bilden die Kulisse für eine authentische, ungekünstelte griechische Gastfreundschaft.
Im Hintergrund zeugen die ersten Hotels und Ferienwohnungen von dem organisierten Tourismusboom. Agia Marina entwickelte sich rasch zum kosmopolitischsten Reiseziel der Insel.
In den 1970er Jahren war Agia Marina das Tor für den Massentourismus auf Ägina. Ihre Nähe zum berühmten Tempel der Aphaia machte sie zu einem idealen Ankerplatz für Kreuzfahrtschiffe und Yachten.
Skandinavier, Deutsche und britische Touristen strömten in die Gegend und lebten harmonisch mit den Athener Urlaubern zusammen, die ihren eigenen Rückzugsort in der Nähe entdeckt hatten.
Die Veröffentlichungen lokaler Fotografen und Drucker wie Dimitris Garis spielten eine entscheidende Rolle bei der Bekanntmachung der griechischen Inseln.
Mit ihren satten, kräftigen Farben und dem für diese Zeit typischen Film wurden diese Postkarten in alle Ecken der Welt verschickt und verbreiteten so die Botschaft des griechischen Sommers.
Heute weckt dieses Bild bei den Älteren Erinnerungen und bietet den Jüngeren einen bezaubernden Einblick in ein Griechenland, das sich zwar verändert hat, aber nach wie vor dieselbe maritime Atmosphäre voller Licht, Kalk und Salz bewahrt, die über die Post in die ganze Welt gelangte.
Text: Dionysis Papadimitriou
Copyright für Text und Foto bei Dionysis Papadimitriou
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Übersetzung: Athen Magazin



