… im Jahr 959 an einem Dienstag stirbt in Konstantinopel der 905 ebd. geborene Kaiser Konstantinos VII. Porfirojennitos. Da er niemals an die Ausübung von Macht herangeführt worden war, delegierte er die meisten Aufgaben und Befugnisse an Höflinge und Generäle, nicht zuletzt auch an seine resolute Gattin Eleni Lekapini. Gleichwohl erließ er Gesetze zum Schutz der Wehr- und Kleinbauern. Erfolgreich wurde in seiner Regierungszeit das Reich gegen die Araber in Kleinasien und gegen die Magyaren auf dem Balkan verteidigt. Es gelang ihm sogar, im Osten Gebiete für Byzanz zurückzugewinnen. Konstantin VII. ist als Autor in Erinnerung geblieben. Er schrieb drei Werke zur byzantinischen Staatskunst. Den Werken gab er keine Titel, da sie nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren, sondern nur für seine Nachfolger. Sie waren in griechischer Sprache verfasst; die heute üblichen Titel stammen von den ersten Druckausgaben, die viel später in Italien entstanden sind und daher lateinische Titel haben. De cerimoniis aulae byzantinae (Die Zeremonien am Kaiserhof), beschreibt das oströmische Hofzeremoniell und die Funktionen der Palastbediensteten und gibt einen Einblick in das Machtzentrum des byzantinischen Staates zur Zeit der makedonischen Dynastie. De thematibus (Über die Themen) enthält eine Beschreibung der byzantinischen Themen, welche die alte Zivilverwaltung der Provinzen ablösten. De Administrando Imperio (Von der Regierung des Reiches) befasst sich mit der Innen- und Außenpolitik des Reiches; das Buch war als Richtschnur für Konstantins Nachfolger gedacht.


… im Jahr 1832 an einem Freitag stirbt auf Zakinthos die 1801 ebd. geborene Elisabeth Moutzan-Martinengou. Sie gilt als die erste Schriftstellerin des modernen Griechenlands. Ihr Werk besteht aus Poesie und Bühnenspielen, jedoch ist ihr wohl berühmtestes Werk ihre Autobiografie (Αυτοβιογραφία ).


… im Jahr 1855 an einem Freitag wird in Athen der am 15. September 1936 in Wien gestorbene Politiker Alexandros Zaimis geboren.


… im Jahr 1866 an einem Freitag sprengt Kostas Jamboudakis, Metzger aus Adele, das Kloster Arkadi mit Mann und Maus in die Luft. In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1866 hatte ein osmanisches Heer mit 15.000 Mann das Kloster angegriffen, in dem sich 964 Menschen, darunter 325 kampftaugliche Männer, aufhielten. Nach zwei Tagen des aussichtslosen Widerstandes entschieden die Belagerten, dem Gegner nicht lebend in die Hände fallen zu wollen. Als sich der Kampf am 9. November in den Innenhof des Klosters verlagert hatte, zogen sich die meisten der noch Lebenden, einschließlich der Frauen und Kinder, in das Pulvermagazin zurück, das wahrscheinlich von Jamboudakis gesprengt wurde. Bei der heftigen Explosion kamen bis auf eine junge Frau, Chariklia Daskalari, alle darin befindlichen Personen und Dutzende eindringender türkischer Soldaten ums Leben. 114 Verteidiger gerieten in Gefangenschaft. Angeblich starben bei der Belagerung des Klosters Arkadi 1500 Angreifer. Der Abt starb vermutlich in der Endphase des Kampfes. Auf dem alten 100-Drachmen-Schein war Arkadi abgebildet.


… im Jahr 1909 an einem Dienstag tritt die Steuerreform der Regierung Venizelos in Kraft. Neu ist die Besteuerung des persönlichen Einkommens.


... im Jahr 1931 an einem Montag bringt der Mönch Amvrosios das Bild der Panajia Soumela, das Werk des Evangelisten Lukas, aus Trapezunt nach Athen. 20 Jahre steht es im Byzantinischen Museum, dann wird es in die neuerrichtete Kirche der Panajia Soumela nach Kastania an den Abhängen des Vermio verbracht.


... im Jahr 1935 an einem Samstag wird in Pirgos die Sängerin Meri Linda geboren.


… im Jahr 1990 an einem Freitag stirbt in Athen die am 7. April 1907 ebd. geborene Dichterin Melisanthi ( bürgerlich: Ivi Kouja-Skandalaki )